DE - 1. Internationale Violinakademie Hammelburg


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Erstmalig wird in diesem Jahr die Internationale Violinakademie in der Bayerischen Musikakademie Hammelburg stattfinden. Das perfekte Ambiente bietet das historische Franziskaner-Klostergebäude, das über einen Zeitraum von ungefähr 2 Jahren komplett renoviert und zu einem Akademiegebäude umgebaut wurde, das auch allerhöchsten Ansprüchen gerecht werden kann.

Als Dozenten konnten renommierte Pädagogen und Interpreten gewonnen werden, die ganz unterschiedlichen Violinschulen entstammen und somit eine Diversität geigerischer Traditionen verkörpern.

Lihay Bendayan war u.a. Schüler von Ilona Feher und Tibor Varga, Kevork Mardirossian wurde von Arthur Grumiaux und Yfrah Neaman ausgebildet, David Gillham - mit nordamerikanischem Hintergrund - und Christoph Schickedanz - als Student und ehemaliger Assistent Uwe-Martin Haibergs der europäischen Tradition verpflichtet - fühlen sich beide als ehemalige Studenten den Idealen des legendären Italieners Franco Gulli verpflichtet, der wiederum, beheimatet in dem austro-italienisch-slowenischen Schmelztiegel Triest, erstaunlicherweise sowohl die Tradition der böhmischen Schule um Otokar Sevcik als auch in interpretatorischer Hinsicht die ethisch-philosophischen Ideale Joseph Szigetis in seiner Person vereint.

Im Unterschied zu den üblicherweise veranstalteten Kursen bietet die Violinakademie Hammelburg neben dem rein fachspezifischen Individualunterricht zusätzlich eine Vielzahl weiterer bereichernder Kursinhalte.

In konzeptionell aufeinander abgestimmter Form besteht ein vielfältiges, die Violinpädagogik aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtendes Zusatzangebot. Wichtige pädagogische und künstlerische Aspekte werden in Form von Gruppenunterricht, Seminaren, Gesprächsrunden vermittelt. Praktische Auftrittserfahrung kann in internen oder öffentlichen Auftrittsmöglichkeiten in akustisch unterschiedlichen räumlichen Situationen (Kirche, Kammermusiksaal, moderner Konzertsaal, diverse moderne und historische Räumlichkeiten unterschiedlicher Größe) gesammelt werden.

Ergänzend wird der Berliner Bogenbaumeister Mathias Wohlleber während des Festivals für einige Tage als Berater und zur Durchführung kleinerer Bogenarbeiten (z.B. Bogenbezug) zur Verfügung stehen und einen Vortrag zum Thema Streichinstrumentenbögen anbieten.

Die Dozenten der 1. Violinakademie Hammelburg verbindet ein besonderes Engagement, ja die leidenschaftlich gefühlte Berufung zum Wirken als Violinpädagoge. Mit diesem Hintergrund ist es ihnen ein besonderes Anliegen, ihr profundes künstlerisches Wissen und langjährige Lehrerfahrungen mit talentierten Nachwuchskünstlern der jüngeren Generationen teilen zu dürfen. Dabei werden sie von Alexei Petrov und Eun Jung Son am Klavier unterstützt werden.

Wettbewerb für Violine

separat oder gemeinsam mit dem Kurs anmeldbar

hier gehts zum 1. Internationalen Violinwettbewerb in Hammelburg

 

Biographien Dozenten

Prof. Christoph Schickedanz

Künstlerischer Leiter der 1. Violinakademie Hammelburg

Deutschland, Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Sprachen: German, English



Christoph Schickedanz, geboren 1969 in Darmstadt, begann seine facettenreiche Konzerttätigkeit nach Auszeichnungen als Solist und Kammermusikinterpret bei diversen Wettbewerben in Europa (Berlin, Caltanissetta, Freiburg, Heerlen, München, Sion) und den USA (Indiana, Kalifornien). Auftritte in deutschen Zentren wie Berlin, Stuttgart, München und Hamburg wurden durch
Konzerteinladungen nach Europa, Asien und Nordamerika ergänzt.

Seine Tätigkeit als Interpret ist - neben Mitschnitten und Produktionen für den BR, DLF, HR, SWR, WDR, Deutschlandfunk Köln und Deutschlandradio Berlin - mittlerweile mit mehr als 60 Werken auf CD für die Labels Audite, Centaur, cpo und telos dokumentiert. Neben der Pflege des Standardrepertoires engagiert er sich besonders für zu Unrecht vernachlässigte Komponisten, überwiegend der Spätromantik des deutschsprachigen Kulturraumes, wovon die Mitarbeit bei Erstausgaben und zahlreiche Ersteinspielungen verschiedener Werke - z.B. von Wilhelm Grosz, Louis Gruenberg, Richard Franck, Ernst Kanitz, Egon Kornauth, Ernst Krenek, Felix Petyrek, Julius Röntgen oder Felix Weingärtner zeugen.

Seit der Veröffentlichung seiner Debut CD mit Werken der Münchner Schule, die von der Zeitschrift Fono Forum als „Eine Aufnahme, die Maßstäbe setzt.“ bezeichnet wurde, fand seine rege
Aufnahmetätigkeit große Beachtung bei Presse und Kritik. Besondere Würdigung erfuhr in jüngster Zeit die 2018 bei Audite veröffentlichte Einspielung der 6 Solosonaten und Partiten von
Johann Sebastian Bach mit der Nominierung für die 2019 International Classical Music Awards. Auch die Rezensenten der deutschen (Audio 10/2018: „…eine zeitlose, empfehlenswerte
Einspielung.“, Fono Forum 1/2019: „…eine Aufnahme von überzeugender Individualität…“ und internationalen (Gramophone, Groß-Britannien 11/2018 - Opus Klassiek, Niederlande sowie
Pizzicato, Luxemburg jeweils 8/2018 - American Record Guide, USA 1/2019) Presse zollten dieser Interpretation besondere Anerkennung.

Christoph Schickedanz studierte zunächst an der Musikhochschule Freiburg bei Jörg Hofmann, mit dem Konzertexamen an der UdK Berlin bei Uwe Martin Haiberg endete seine Ausbildung in
Deutschland. Als DAAD-Stipendiat beschloß er seine Studienjahre in den USA bei Franco Gulli an der Indiana University Bloomington, dort unterrichtete er bereits ab 1995 als Associate
Instructor for Violin. 1997 folgte der Beginn seiner Unterrichtstätigkeit in Deutschland als Assistent seines vormaligen Lehrers Uwe-Martin Haiberg an der UdK Berlin. Es schlossen sich
weitere Stationen als Dozent an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und als Gastprofessor an der UdK Berlin an. 2004 nahm er schließlich einen Ruf als Professor an die Hochschule für
Musik und Theater Hamburg an.

Neben regelmäßigen Lehraktivitäten in Deutschland wurde er wiederholt zu Meisterkursen nach China, Cuba, Italien, Finnland, die Schweiz, Spanien, Trinidad und Tobago, die Ukraine und die
USA eingeladen. Seit 2018 unterrichtet er ebenfalls an der Musikakademie in Brescia/Italien. Absolventen seiner Violinklasse sind Mitglieder in mehr als 30 Orchestern im In- und Ausland, so unter anderem in Berlin, Dortmund, Essen, Hamburg, Hannover, Leipzig und München, oder lehren bereits selbst an bedeutenden pädagogischen Instituten in ihren Heimatländern, beispielsweise in China an den Konservatorien in Shanghai und Wuhan sowie an der Tongji Universität Shanghai.

Als passionierter Kammermusikinterpret wirkte Schickedanz u.a. als Geiger des Gililov Quartetts Berlin (vormals Philharmonisches Klavierquartett Berlin) in den letzten Jahren bis zu dessen
Auflösung mit, gegenwärtig ist er Mitglied im Johannes-Kreisler-Trio Christoph Schickedanz spielt ein um 1855 in Triest entstandenes Instrument des italienischen Meisters Giovanni Dollenz mit einem Bogen einem unbekannten Meisters aus der Peccatte-Schule um 1860.

In jüngster Zeit machte Christoph Schickedanz auch als Komponist auf sich aufmerksam, für 2019 sind bereits 4 kammermusikalische Uraufführungen von einem Solowerk für Violoncello bis hin zu
einem Oktett in Deutschland, Russland und Österreich geplant.

Prof. David Gillham

Canada, University of British Columbia Vancouver

Sprachen: Englisch

Der kanadische Geiger David Gillham unterrichtet seit 2011 als Violinprofessor an der University of British Columbia in Vancouver. Als international angesehener Pädagoge wird er regelmäßig zu Meisterkursen und in Wettbewerbsjurys in Nordamerika, Europa und Asien eingeladen.

Seine Konzerttätigkeiten führten ihn nach Asien, Europa, Amerika und Südafrika. Im Rahmen der prestigeträchtigen Gedenkkonzerte der Dame Myra Hess trat er an großen Veranstaltungsorten wie der Opernstadt Tokio und den Bunka Kaiken Recital Halls, der Baxter Concert Hall in Kapstadt SA und dem Chicago Cultural Center auf.

Als Soloist mit Orchester konzertierte David Gillham mit dem Kitchener-Waterloo Symphony Orchestra, dem West Coast Symphony Orchestra, dem Gateway Festival Orchestra of St. Louis,
der Camerata Stuttgart, dem Guelph Symphony Orchestra und der Grand Forks Symphony. Mit dem UBC-Sinfonieorchester bereiste Gillham Westkanada, spielte das Violinkonzert von Tschaikowski und spielte John Coriglianos Chaconne von der roten Violine.

Als begeisterter Kammermusikinterpret ist Gillham derzeit Mitglied des Archytas Ensembles und des Ridge Piano Trios. Von 2005-2012 konzertierte er intensiv mit dem Arianna String Quartet als
zweiter Geiger. Außerdem arbeitete er u.a. mit Musikern wie Johannes Moser, Noah Bendix-Balgley, James Dunham, Atar Arad, Anton Nel, Jose Franch Ballester, Jane Coop und Robert Silverman
zusammen. David Gillham ist Leiter der Violin-Sessions beim Domaine Forget International Music Festival und der Akademie in Charlevoix, Quebec und wird regelmäßig zu Festivals wie Zodiac
(Frankreich), FEMUSC (Brasilien), Kuandu (Taiwan), Sonoran (USA) und Pender Harbor eingeladen.

Inspiriert von Franco Gulli und Enrico Cavallo, deren Anliegen es war, das Duorepertoire für Violine und Klavier mit der gleichen stilistischen Präzision und Einheit eines Streichquartett-Ensembles
aufzuführen, widmet sich Gillham seit 20 Jahren zusammen mit der Pianistin Chiharu Iinuma dem Duo-Repertoire. Konzerte führten das sie nach China, Taiwan, Japan, in die USA sowie nach Kanada. Die Debut-CD des Duos für Centaur Records mit den Sonaten von Edvard Grieg wurde von der Kritik im besonderen Maße gewürdigt, es folgten weitere Aufnahmen mit Sonaten von Mendelssohn, Respighi und Beethoven.

Neben dem Standardrepertoire der Solo- und Kammermusik widmet sich Gillham auch gerne Werken zeitgenössischer Komponisten. Seine Aufnahmen mit dem Archytas-Ensemble von einem Streichtrio und Streichquartetten von Marcus Goddard und Stephen Chatmans Pender Harbor Suite für Klaviertrio werden nächstes Jahr erscheinen. Im Jahr 2018 hatte Gillham die Ehre,
das Werk Coeur à Coeur der Juno-nominierten Komponistin Alice Ping Yee Ho live bei CBC beim Juno Awards Classical Showcase Concert zu spielen.

Seine Ausbildung erhielt er zunächst in seiner Heimat an der University of Manitoba als Student von David Stewart, setzte dann seine Studien in den USA an der Indiana University bei Franco Gulli und am Peabody Conservatory bei Martin Beaver fort. 2002 wurde David Gillham mit dem Queen Elizabeth II Golden Jubilee Medal für seine Beiträge zum kanadischen Kulturleben,
2006 mit einem Preis der American String Teachers Association ausgezeichnet.

Prof. Kevork Mardirossian

USA, Bulgarien, Indiana University, Jacobs School of Music,
Bloomington,

Sprachen: Bulgarisch, Englisch, Französisch

Kevork Mardirossian wurde 2008 als Professor für Violine an die Jacobs School of Music der Indiana University berufen.

Sein erstes Solorezital fand im Alter von 12 Jahren statt. Den Beginn seiner intensiven Konzertkarriere markierte der Gewinn der Goldmedaille und des ersten Preises beim Obretenov-
Violinwettbewerb 1987in Bulgarien, es folgten die Goldmedaille beim Katya Popova International Music Festival 1979 und 1985/86 mehrere internationale Kammermusikwettbewerbe mit seinem Duo-Partner, dem Pianisten Lee Phillips.

Mardirossian konzertierte als Solist, Rezitalist und Kammermusiker in seiner Heimat Bulgarien, Osteuropa inklusive der ehemaligen Sowjetunion, bevor er nach Europa zog, wo er eine beeindruckende Solokarriere mit Tourneen durch England, Wales, Italien, Frankreich und die Vereinigten Staaten startete, darunter Debüts in London und der Carnegie Hall im Jahr 1992. Als Gast trat er bei zahlreichen internationalen Musikfestivals auf, so beim Festival Manuel De Falla in Spanien, dem Shanghai Festival in China; in Cheltenham, England sowie bei den Europäischen Kulturmonaten, dem Internationalen Kammermusikfestival in Plovdiv, Bulgarien und dem Tschechischen Festival in Trento, Italien oder den Sofia Musikwochen, darüber hinaus in Frankreich, Deutschland, Spanien, Japan, China und Korea.

Seine Ausbildung erhielt er zunächst an der Dobrin Petkov Music School in Bulgarien, dem Bulgarian State Conservatory, schließlich dem Maison de la Culture in Brüssel und der Guildhall School of Music & Drama in London, wo er mit dem Premier Prix ausgezeichnet wurde. Mardirossians Lehrer und Mentoren waren Elena Doikova, Anton H. Atanasov, Vladimir Avramov, Arthur Grumiaux, Janos Starker und Yfrah Neaman.

Ab 1980 war er Konzertmeister der Philharmoniker Plovdiv, 1988 zog er in die Vereinigten Staaten, wo er als Artist-in-Residence an die University of Central Arkansas berufen wurde. Dort war er Mitbegründer des Kapelle Trio mit dem Pianisten Lee Phillips und der Cellistin Felice Farrell, des Kammermusikfestivals Heber Springs sowie der dortigen Meisterkursen 1998. Von 1995 bis 2008 war er Violinprofessor und Leiter der Streicherabteilung des College of Arts Musik und Drama an der Louisiana State University (LSU).

Mardirossian hat sich als angesehener Geigenpädagoge etabliert und ist Mentor von mehr als 100 herausragenden Schülern, von denen viele Gewinner zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe sind. Andere sind in den führenden Orchestern der Welt als Konzertmeister und Stimmführer sowie als Lehrer an Universitäten in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien zu
finden.

Er ist Jurymitglied bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben, darunter des Internationalen Violinwettbewerbs Henrik Szeryng in Mexiko, des Beethoven Violinwettbewerbs in der
Tschechischen Republik sowie der Internationalen Violinwettbewerbe Vladigerov in Bulgarien und Shanghai. Außerdem erhielt er Einladungen als Dozent des Internationalen Instituts in Round Top, Texas von 2001-08, der Aria String Academy in Massachusetts, des Aurora Chamber Music Festivals in Schweden, in Spanien bei den Internationalen Kursen Manuel De Falla in Granada sowie an die Streicher-Akademie in Pontedeume und zu den internationalen Meisterkursen des Konservatoriums Shanghai. Er hält regelmäßig Meisterkurse an bedeutenden Instituten und Universitäten in Europa, Asien, Südamerika und den USA.

Mardirossian ist Stipendiat des British Council und erhielt den James H. Rudy-Fakultätspreis der Indiana University, den Louisiana State University Distinguished Faculty Award und den LSU School
of Music-Preis für hervorragende Leistungen in der Lehre sowie die sogenannte Galante-Professur und die San Diego II Alumni-Ehrenprofessur.

Prof. Lihay Bendayan

Israel, Jerusalem Academy of Music and Dance

Sprachen: Englisch, Französich, Häbräisch

Der israelisch-schweizerische Geiger Lihay Bendayan verbindet mit Leidenschaft seine internationale Konzertkarriere mit einer reichen akademischen Tätigkeit. Nachdem er fast ein Jahrzehnt lang als Professor für Violine in der Schweiz an der Universität für Musik HEMU - Vaud, Valais, Fribourg tätig war, ist er gegenwärtig Professor und Dekan an der Jerusalem Akademie für Musik und
Tanz. In seiner Geigenklasse wurden prominente Geiger aus der ganzen Welt ausgebildet, darüber hinaus gibt er regelmäßig Meisterkurse in renommierten akademischen Einrichtungen in ganz
Europa.

Er begann sein Geigenstudium in Israel im Alter von fünf Jahren bei Michael Gaisler, nach Studien bei Miriam Solovieff in Paris wurde er im Alter von neun Jahren auf Empfehlung von Isaac Stern als jüngster und letzter Schüler in die Klasse der legendären Pädagogin Ilona Feher aufgenommen.

In seiner Kindheit wurde Lihay von Stiftungen wie der American-Israel Cultural Foundation und dem Jerusalem Music Center unterstützt. Er absolvierte sein Studium, das er bereits im Alter von
17 Jahren mit einem Postgraduierten Diplom abschloss, unter der Leitung des französischen Geigers Jean-Pierre Wallez an der HEMUniversität für Musik in Genf, später in Sion am Conservatoire
Supérieur in der Klasse des berühmten ungarischen Virtuosen und Dirigenten Tibor Varga.

In seinen früheren Jahren trat Lihay Bendayan als Solist in Israel und in zahlreichen europäischen Städten in der Schweiz, in Frankreich, Deutschland, Italien und England auf, wo er im Jahr
2000 sein Debütkonzert in London in St. Martin in the Fields spielte. Als Solist spielte er unter der Leitung von Tibor Varga und seinem Kammerorchester zahlreiche Konzerte in ganz Europa.

2002 gründete er mit seinen Brüdern Yoav (Klavier) und Iftar (Cello) das Bendayan Trio, mit dem er im darauffolgenden Jahrzehnt in renommierten Konzertsälen und Festivals auftrat. Es entstanden seitdem von der Presse gefeierte Aufnahmen bedeutender Werke von Mendelssohn, Faure, Schostakowitsch und Rachmaninoff, außerdem wurden regelmäßig Fernseh- und  Radiobeiträge in ganz Europa und in Israel ausgestrahlt.

Lihay Bendayan spielt eine außergewöhnliche Jean-Baptiste Vuillaume Violine aus dem Jahr 1860.

Künstlerische Mitarbeiter

ALEXEJ PETROV

1977 in Grodno (Weißrussland) geboren, erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Staatlichen Akademie für Musik in Minsk bei Valentina Rachlenko, ab 2001 setzte er seine Studien an der Hochschule Hanns Eisler in Berlin bei Galina Iwanzowa-Hillenhagen und seit 2003 bei Georg Sava fort. Von 2004-2009 wirkte er als Korrepetitor an der UdK in Berlin, gegenwärtig leitet er eine Klavierklasse als Professor an der Musikhochschule seiner Heimatstadt.

Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, so erhielt er 1996 den 1. Preis bei nationalen Chopin-Wettbewerb und 1997 den 2. Preis bei „Citta di Trani“ in Italien. Er musizierte
als Solist mit zahlreichen Orchestern im In- und Ausland und wurde zu Solorezitals u.a. in Berlin, Hamburg, Warschau, Moskau, Paris und Madrid eingeladen.

2018 wurde er als Künstler des Jahres in Weißrussland ausgezeichnet.

Eun Jung Son

In Süd-Korea geboren, absolvierte ihr Klavierstudium an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar bei Peter Waas, 2009 bis 2013 folgten an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ein Aufbau- und anschließend ein Klavierkammermusikstudium bei Gudrun Franke und Phillip Moll.


Beim 11. Internationalen Kammermusikwettbewerbs “Don Vincenzo Vitti” 2012 wurde sie mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Neben zahlreichen Konzertverpflichtungen war sie als Korrepetitorin beim Gewandhausorchester Leipzig, den Thüringer Symphonikern, dem Euro Music Festival & Academy Halle, den Young Concert Artists International Auditions, dem Yamaha Stipendienwettbewerb, der internationalen Sommerakademie Cervo/Italien und an der Musikakademie Forum Artium tätig.

Ausserdem wurde sie für das Baltic Youth Philharmonie als Orchesterpianistin unter Kristian Järvi zu Konzerttourneen in die Länder des Ostseeraumes und nach Italien eingeladen und wiederholt für musikalische Begleitungen am Schauspielhaus Leipzig und an der Musikalischen Komödie Leipzig engagiert.

Als Korrepetitorin mit Streichern war sie seit Beginn ihres Studiums an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig als Assistentin oder Tutorin tätig, 2013 erhielt sie dort einen Lehrauftrag und
arbeitet seit 2016 in gleicher Funktion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Mathias Wohlleber (Bogenbaumeister)

Mathias Wohlleber ist einer der renommiertesten deutschen Bogenbaumeister. Er lernte die Bogenbaukunst 1981-84 bei Lothar Seifert in Bubenreuth, 1990 legte er seine Meisterprüfung ab und eröffnete noch im gleichen Jahr sein eigenes Atelier in Berlin. Als Mitbegründer der Initiative Eben! Holz e.V. engagiert er sich für den Schutz bedrohter Hölzer für den Musikinstrumentenbau. Er war 2017 Kurator der Ausstellung Berliner Bogen des 19. Jahrhunderts in Frankfurt, ist Herausgeber bedeutender Fachpublikationen der Darling Publications und seit 2016 zusammen mit Josef P. Gabriel Experte für den deutschen Bogenbau des 19. und 20. Jahrhunderts bei den Kölner Expertentagen.

Anneken Degen

Nach Ausbildung an der Mittenwalder Geigenbauschule, die sie mit besonderer Auszeichnung abschloß, und mehreren Gesellenjahren in verschiedenen Werkstätten legte Anneke Degen 2002 in Hamburg die Meisterprüfung ab und gründete eine eigene Werkstatt. Seit über 15 Jahren sind ihre Mitarbeiter und sie dort Anlaufpunkt für Musiker. Zu ihren Auftraggebern zählen neben renommierten Musikern und Orchestern aus ganz Europa auch Musikhochschulen und Stiftungen. Seit 2007 betreut sie jährlich als „Violinmaker in Residence“ das Kuhmo Kammermusikfestival in Finnland sowie seit 2009 regelmäßig die „Real Filharmonia de Galicia“ in Spanien. Neben Restaurierungen und Klangeinstellungen liegt der Schwerpunkt ihres Schaffens auf dem Neubau eigener Meisterinstrumente.

Anmeldung

Gebühr Masterclass (02.09. - 08.09.2019):

Teilnehmer unter 27 Jahre: 550,- € + U/V/DZ 240,- € (optional Wettbewerb + 166,-€)
(Anmeldebestätigung erst nach Anzahlung in Höhe von 250,- €)

Teilnehmer ab 27 Jahre: 550,- €+ U/V/DZ 270,- € (optional Wettbewerb + 176,-€)
(Anmeldebestätigung erst nach Anzahlung in Höhe von 250,- €)

(inkl. Verpflegung unterkunft im Doppelzimmer*)

Gebühr Violinwettbewerb (08.09. - 10.09.2019):

Teilnehmer unter 27 Jahre: 186,- €
(Anmeldebestätigung erst nach Anzahlung in Höhe von 100,- €)

Teilnehmer ab 27 Jahre: 196,- €
(Anmeldebestätigung erst nach Anzahlung in Höhe von 100,- €)

(inkl. Verpflegung unterkunft im Doppelzimmer*)

*je nach Auslastung der Akademie besteht auf individuelle Nachfrage ggf. auch in begrenztem Umfang die Möglichkeit, Einzelzimmer zu buchen. Der EZ-Zuschlag beträgt 20,- € p. P. / Nacht.

Wir bitten um Anmeldung mit Angabe zum Repertoire.

Anmeldeschluss: 31. Juli 2019!

Anmeldung bis bei der Bayerischen Musikakademie Hammelburg unter  kurse(at)bmhab.de

DIREKT ONLINE ANMELDEN >>

Dozentenwunsch

Bitte geben Sie in der Anmeldung an bei welchem Dozenten Sie sein möchten, am besten noch einen zweiten Dozenten als alternative. Es wird versucht, die Dozentenwünsche in Absprache mit dem jeweiligen Dozenten zu berücksichtigen. Es besteht jedoch keine Garantie für eine Zuteilung zu einer der gewünschten Klasse. 

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DE_1._Internationale_Violinakademie_Hammelburg.pdf